US Frauen klagen gegen Lohndiskriminierung

Freigegeben in International Donnerstag, 31 März 2016 19:30
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Das USA Frauenfußball-Nationalteam ist erfolgreicher als das der Männertem, erhält jedoch vom Verband trotzdem weniger Geld.
Nun haben fünf Spielerinnen bei der zuständigen Bundesbehörde Beschwerde gegen die Lohndiskriminierung durch den US-Verband eingebracht.

Die fünf Spielerinnen Carli Lloyd, Megan Rapinoe, Hope Solo, Alex Morgan und Becky Sauerbrunn argumentieren im Namen des gesammten Teams, dass die weiblichen Nationalspielerinnen deutlich weniger verdienen als die Männer.
Im Frauenfußball sind die USA die erfolgreichste und bekannteste Nation der Welt, sie gewannen bislang 3 WM-Titel und 4 Mal Olympiagold.

"Es ist offensichtlich, dass der Verband kein Interesse daran hat, uns gleichberechtigt mit dem Männer-Team zu bezahlen", wird Mittelfeldstar Megan Rapinoe in dem Schreiben zitiert.
Nach Angaben des Anwalts Jeffrey Kessler erhielten die Spielerinnen selbst im Jahre ihres WM-Triumphs im vergangenen Sommer in Kanada nur 40 Prozent der Summe, die an die männlichen Kollegen ausgeschüttet wurde.

Als Beispiel wurde auch der Verdienst der Spielerinnen und Spieler bei Testpartien aufgeführt.
Die Männer erhalten pro Kopf 5000 Dollar (etwa 4400 Euro) für ein verlorenes Länderspiel und bis zu 17.625 Dollar (etwa 15.500 Euro) für einen Sieg, die Frauen bekommen 1350 Dollar (etwa 1200 Euro) für einen Sieg, bei einem Unentschieden oder einer Niederlage gehen sie leer aus.

"Die Zahlen sprechen für sich. Wir sind die Besten der Welt und das Männer-Team bekommt allein für das Antreten mehr als wir, wenn wir den WM-Titel gewinnen", sagte Torhüterin Hope Solo.
Anwalt Kessler ergänzte: "Das ist der schwerwiegendste Fall von gesetzeswidriger Diskriminierung von weiblichen Athleten, den ich je gesehen habe."

Der Verband hingegen zeigte sich überrascht.
"Wir sind enttäuscht über dieses Vorgehen. Wir sind weltweit führend im Frauenfußball und stolz, dass wir uns in den vergangenen 30 Jahren verpflichtet haben, diesen Sport in den USA aufzubauen."

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