UWCL - Sturm und St. Pölten out

Freigegeben in International Freitag, 14 Oktober 2016 21:16
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UWCL - Sturm und St. Pölten out Foto: GEPA

Für die SK Sturm Graz Damen war es das erste Großereignis der Vereinsgeschichte, die SKN St. Pölten Frauen scheiterten knapp gegen Norwegen.

Schon Tage zuvor merkte man die Anspannung bei den Sturm-Girls. Dann, am 5. Oktober 2016, das Hinspiel gegen die FC Zürich Frauen.
Die Schweizerinnen sind im Fußball keine Unbekannten. 20 Meistertitel und 12facher Cupsieger sprechen für sich.
Die Ausgangslage für die Blackies war nicht die Beste, aber dennoch kämpften die Mädels beherzt gegen den übermächtigen Gegner.

1835 Zuschauer folgten diesem Spiel in der Merkur-Arena in Graz, was auch einen Rekord im österreichischen Frauenfußball bedeutete.

Wollten die Sturm-Girls eigentlich die ersten 20 Minuten ohne Gegentreffer, wurden sie leider schon in der 2. Minute durch einen kleinen Abwehrfehler überrannt.
Die Schweizer Allzweckwaffe Adriana Leon nutzte das sofort aus und beförderte das Leder in das Tor von Anna Carina Kristler.
Auch in Minute 32 war Leon nicht aufzuhalten und erhöhte auf 2:0 für die Gäste, was auch der Pausenstand war.

Sturm musste in Puncto Kondition und Schnelligkeit in der zweiten Halbzeit den Kürzeren ziehen. Zu stark die Gegnerinnen.
Trotzdem gelangen den Grazerinnen ein paar gute Aktionen, die es bis zur Strafraumgrenze schafften.

Eine rote Karte (Irina Wurzinger) wegen Torraub in der 71. Minute und ein daraus resultierender Elfmeter machten die Sache für Sturm nicht einfacher.

Das Endstandergebnis von 0:6 im Hinspiel ließ Sturm für das Rückspiel wenig Hoffnung, um beim Rückspiel vielleicht doch noch für eine Überraschung zu sorgen.

Eine Woche später wurde das Rückspiel in der Schweiz ausgetragen.
Vielleicht war die Anspannung und der Druck weg, denn man merkte das die Sturm-Damen viel gelöster spielten und mehr Akzente setzten als in Graz.
Dennoch musste man sich gegen die Schweizerinnen mit 3:0 geschlagen geben.

Trotzdem, die Mädels haben sich in der ersten Champions League gut präsentiert.

Was uns gefallen hat:
Trotz Unterlegenheit und Neu in diesem Bewerb, ein freches Spiel der Grazerinnen.

Was uns nicht gefallen hat:
Leider wurde kein einziger wichtiger Freistoß von Isabella Posch durchgeführt.


Die zweiten Hoffnungsträger in der UEFA Women's Champions League waren die SKN St. Pölten Frauen.
Mit Brondby IF hatten sie, Statistik mäßig, einen wesentlich einfacheren Gegner bei der Auslosung zugeteilt bekommen.

Bis zur 21. Minute sah es auch nach einem recht ausgeglichenen Spiel aus. Doch Nicoline Sørensen machte den St. Pöltnerinnen einen Strich durch die Rechnung.
Sie war auch in der zweiten Halbzeit für das 2:0 Endergebnis der Gäste zuständig.

Das Rückspiel am 12. Oktober 2016 fing für St. Pölten vielversprechend an.
Nach einer kampfbetonten, aber torlosen ersten Hälfte schoss Fanny Vago den Führungstreffer für St. Pölten. Nur 6 Minuten später der Ausgleich.
In der 82. Minute wiederum ein Führungstor bei St. Pölten durch Viktoria Pinther. Aber wie zuvor wieder nach 6 Minuten der Ausgleich.

Aufgrund der zusätzlichen Auswärtstore von Brondby IF war für St. Pölten die Champions League 2016/17 damit ebenso beendet.

Im nächsten Jahr wird der Kampf um die begehrten Champions League Plätze sicher wieder sehr hart werden, denn auch NÖSV Neulengbach möchte in der Königsklasse wieder mitmischen.