Interview mit Petra Mitter

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Petra Mitter Petra Mitter

Sie ist eine leidenschaftliche Fußballerin, konnte sowohl in Österreich als auch im Ausland schon Erfolge feiern und Erfahrungen sammeln.
Die Rede ist von Petra Mitter, die nach einem Jahr bei MSV Duisburg (Deutschland) zurück nach Österreich kommt.
Ab der Saison 2016/17 wird sie für den Zweitligisten, FFC Vorderland, im Einsatz sein.

Steckbrief:

Name: Petra Mitter
Verein / Club / Bundesland: FFC Vorderland - Vorarlberg - Österreich
Geburtsdatum: 17.11.1991
Sternzeichen: Skorpion
Ziele für die Saison 2016/17: Ich möchte gerne beim FFC Vorderland Fuß fassen, und mit der Mannschaft natürlich in der zweiten Liga ganz vorne mitspielen und dabei verletzungsfrei bleiben.
Fußball seit: Eigentlich immer schon....
Bisherige Vereine: SC Maria Lanzendorf (Jungs)
SC Leopoldsdorf
ASK Bruck Woman Soccer
MSV Duisburg
Fußballschuh: NIKE     
Position: Ich bin sehr individuell einsetzbar. Fühle mich aber im Mittelfeld und in der Verteidigung am wohlsten.
Trikot Nr.: Weiß noch nicht welche Nummer ich beim FFC Vorderland bekomme, aber für mich ist die Trikotnummer auch nicht so wichtig.


MeXXoo: Wie und wann bist du zum Fußball gekommen?
Petra: Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Alle meine Freunde gingen Dienstags und Donnerstags beim SC Maria Lanzendorf zum Fußballtraining. Ich wollte auch unbedingt, meine Eltern versuchten mir andere Sportarten schmackhaft zu machen und so spielte ich Tennis und machte Judo.
Auch ging ich für kurze Zeit tanzen, aber da Tanzen genau Dienstags und Donnerstags war, musste ich mich entscheiden. Die Entscheidung fiel mir nicht schwer und schlussendlich konnte ich meine Eltern doch überreden mich zum Fußball zu lassen. So begann alles... smile

MeXXoo: Du kannst in deiner Laufbahn schon auf einige Vereine zurückblicken. Wo konntest du die meiste Erfahrung sammeln?
Petra: Ich kann nicht sagen bei welchen Verein ich am meisten Erfahrung sammeln konnte. Ich habe in jeden Verein viel gelernt und auch Erfahrung gesammelt. Beim SC Maria Lanzendorf sind meine Wurzeln, da habe ich Kicken gelernt und erste Basics mitbekommen.
Beim SC Leopoldsdorf wurde ich mit 14 Jahren quasi in den Frauenfußball hineingeworfen und auch das brachte mir sehr viel. Ich konnte in der neuen Frauenmannschaft in jungen Jahren sehr viele Einsatzminuten sammeln und von besseren und erfahreren Spielerinnen lernen. Nach dem Aufstieg in die Landesliga konnte ich mit 15 Jahren nahezu jedes Spiel spielen und entwickelte mich in den Jahren von der jungen-unerfahrenen Spielerin zur Führungsspielerin und zum Kapitän einer Mannschaft.
Beim ASK Bruck konnte ich wieder sehr viel lernen. Das Tempo war schneller, die Spiele härter und der Umgang rauer. Das war Leistungsfußball auf einem doch anderen Niveau als ich es gewohnt war. Und auch da musste ich lernen mich durchzusetzen und über die Grenzen zu gehen.
Dann der Wechsel zu Duisburg. Das war wieder eine andere Welt. Auf einmal war ich nicht mehr ein Leistungsträger oder eine wichtige Spielerin, keiner kannte mich und ich musste lernen damit umzugehen auch öfter kritisiert zu werden (ob gerechtfertigt oder nicht lasse ich mal so im Raum stehen). In Duisburg habe ich menschlich ganz viel dazugelernt. Ich habe gelernt, dass Fußball nicht immer fair ist und dass man auch wenn man noch so recht hat sich einfach den Dingen fügen muss, um daraus zu lernen.

MeXXoo: Nach dem "Aus" von ASK Bruck Women Soccer bist du zum MSV Duisburg in die Profiliga nach Deutschland gewechselt. Wolltest du unbedingt ins Ausland wechseln?
Petra: Ich wollte schon immer ins Ausland, dass das aber mit Fußball ist, daran habe ich eigentlich nicht gedacht. Aber wie der Zufall so wollte war dann das Angebot nach dem Probetraining da, und auch nicht das einzige Angebot aus der 2. Liga in Deutschland.

MeXXoo: Wie war es für dich in einer deutschen Profiliga zu spielen, bzw. dich in die Mannschaft zu integrieren?
Petra: Mir fallen Veränderungen immer schwer, doch ging ich den Weg nach Duisburg. Mich in die Mannschaft zu integrieren gelang mir nicht so gut, nach einer kleinen Knieverletzung und einer OP fiel ich paar Wochen aus und das Team ist schon zusammengewachsen. Aber als ich wieder am Training war wurde ich sofort wieder von ein paar Mädls gut aufgenommen. Im Winter durfte ich mich dann noch einmal, diesmal in die 2. Mannschaft neu einfügen. Das gelang mir meines Erachtens sehr gut.

MeXXoo: Was ist deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen deutschen und österreichischen Frauenfußball?
Petra: Ich glaube und das muss man leider so sagen, der größte Unterschied ist das Geld. Klar kann ich öfter trainieren wenn Spielerinnen nicht Vollzeit arbeiten müssen, die Spielerinnen sind dann nicht so müde und können sich teilweise voll auf den Fußball konzentrieren.
Aber nicht nur das ist der Unterschied, auch der Nachwuchs wird ganz anders gefördert. Eine U17 Bundesliga ist nur sehr schwer vorstellbar in Österreich. - NOCH
Der Österreichische Fußball entwickelt sich, es braucht aber noch ein wenig Zeit, bis wir auf einem international, hohen Niveau in Österreich spielen können.

MeXXoo: Du hast bei Duisburg auch als Trainerin der Juniorinnen einige Erfolge feiern dürfen.
Wie bist du dazu gekommen und wie war die Arbeit mit den Mädchen?
Petra: Ich habe ja beim SC Leopoldsdorf schon Jungs trainiert und auch den ersten Schritt in der Trainerausbildung gemacht. Ich wollte mich hier auch als Trainerin weiterbilden und habe mal beim Verein gefragt, ob es denn möglich sei die Trainerausbildung in Deutschland weiter zu machen.
Kurz danach habe ich mich am Knie verletzt und hatte viel Freizeit. Zu dem Zeitpunkt hatten die U16 Mädls keinen Trainer. Und ich wurde gefragt, dass eine Zeitlang lang zu übernehmen, bis ein neuer Trainer gefunden worden sei.
Ich überlegte nicht lange und habe da zugesagt. Die ersten Trainings und Spiele waren sehr schwer. Mit Mädls zu arbeiten ist doch anders als mit Jungs, aber das Niveau war hoch und die Arbeit mit den Mädls hat mega viel Spaß gemacht, und ich habe mir sagen lassen nicht nur mir.. smile
Ein Sieg um den anderen ist uns in der U17 Niederrheinliga gelungen, aber nicht nur das war mir wichtig, sondern auch das die Mädls zu einer Einheit werden, einem Team. Im November hat dann Miho Sakao die Mädls als Head-Coach übernommen. Zu meiner Freude fragte man mich ob ich denn nicht als Co-Trainerin weiter bleiben möchte.
Keine schwierige Entscheidung für mich. Wir haben auch bei einem internationalen U19 Turnier in den Niederlanden Erfolg feiern dürfen und haben das Turnier mit einer sehr jungen Team gewonnen. Das Frühjahr schlossen wir ungeschlagen in der Liga ab. Tolle Erfolge für die Mädls und ich hoffe sie entwickeln sich weiter so gut!

MeXXoo: Kannst du dir vorstellen auch hierzulande einmal den Nachwuchs zu trainieren?
Petra: Klar kann ich mir das gut vorstellen. In Zukunft würde ich gerne meine Trainerausbildung weiter machen und irgendwann wenn ich nicht mehr aktiv spiele auch im Erwachsenenbereich trainieren.

MeXXoo: Nach einer Knieverletzung hast du nicht mehr die Chance bekommen, dich bei Duisburg zu beweisen und hast auf eigenen Wunsch den Vertrag aufgelöst.
In der Saison 2016/17 kommst du zurück nach Österreich und spielst für FFC Vorderland (2. Frauenliga Mitte/West).
Was erwartest du dir von diesem Wechsel?
Petra: Ich erwarte mir wieder Spaß am Kicken zu haben und trotzdem auf guten Niveau Fußball zu spielen. Ich freue mich jetzt schon auf das neue Team, den neuen Trainerstab und die fleißigen Leute drumherum.
Ich hoffe auch den Erwartungen gerecht zu werden!

MeXXoo: Gibt es einen Verein in welchem du gerne einmal spielen würdest (National als auch International)?
Petra: Klar gibt es den, Bayern München... Aber der Zug ist abgefahren. wink

MeXXoo: Wie wichtig ist Sport im Allgemeinen für dich?
Petra: Sehr wichtig! Nicht nur Fußball macht mir Spaß, auch Judo ist ein wichtiger Teil in meinem Leben.
Ich liebe es einfach mich auszupowern und mich zu bewegen, ob das jetzt beim Beachvolleyball, beim Tennis, beim Schwimmen oder bei sonst einer Sportart ist.

MeXXoo: Welche Unterstützung bekommst du von deiner Familie, bzw. was sagen sie zu deiner Fußballleidenschaft?
Petra: Mein Familie steht da voll und ganz hinter mir. Sie waren bei jedem Spiel dabei und unterstützen mich nur wo sie können. Nach Verletzungen haben Sie mich aufgebaut, bei Spielen angefeuert, beim Umzug geholfen und standen immer hinter mir wenn es schwierig war. Klar, ist es nicht einfach, die einzige Tochter 900 km nach Duisburg ziehen zu lassen oder 600 km weit weg nach Vorarlberg. Aber sie wissen, dass Fußball meine große Leidenschaft ist.
Ich bin sehr dankbar für meine Familie und möchte mich auch an der Stelle ganz herzlich bei denen bedanken. Also: Danke MAMA und PAPA! Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen!!

MeXXoo: Apropos leidenschaftliche Fußballerin.
Vor zwei Jahren hatten wir Kontakt zwecks dem 24 Stunden-Match. Du warst eine der Ersten, die spontan zugesagt hat.
Auch für die Neuaustragung hast du bereits deine Zusage gegeben.
Was macht dir am meisten Spaß beim Fußball und was motiviert dich?
Petra: Am meisten macht es mir natürlich Spaß mit dem Team gemeinsame Ziele zu erreichen. Ich will immer mein bestes geben und alles raushauen.
Wenn ich mich nach einem Training richtig k.o. fühle weiß ich, dass ich gut trainiert habe und das ich mich weiter entwickeln kann. Und das ist genau das was mich motiviert! Jedes Spiel besser zu werden und sich zu zeigen!

MeXXoo: Kommt es gelegentlich noch vor, das du nervös vor einem Match bist?
Petra: Ich bin vor jedem Spiel nervös! Aber das ist gut so. Ich brauche den Nervenkitzel vorm Spiel, das stärkt meine Konzentration und macht mich wachsam!

MeXXoo: Was ist dein Lieblingswetter bzw. Temperatur für ein Match?
Petra: 30 Grad, Sonnenschein smile

MeXXoo: Was sind deine Stärken und Schwächen auf dem Platz?
Petra: Mein Schwächen sind, dass ich gerne mal mit Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden bin und dem Schiedsrichtergespann das auch sage. Keine gute Eigenschaft.
Zu meinen Stärken gehören, dass ich nie aufgebe. Ich versuche das Team immer positiv zu pushen und zu motivieren.

MeXXoo: Kannst du dich noch an dein allererstes Match erinnern? Weißt du noch wie es ausgegangen ist?
Petra: Ich kann mich nur noch an mein ersten Spiel bei den Frauen beim SC Leopoldsdorf erinnern. Es war mega warm und ein gutes Spiel von uns. Wir haben auf jeden Fall hoch gewonnen - das weiß ich noch. smile

MeXXoo: Wie sieht dein Trainingsablauf aus und wie oft trainierst du in der Woche?
Petra: Also ganz verschieden, das kommt auf die Zeit in der Saison an.
Die nächsten Wochen wird viel Krafttraining am Programm stehen - dreimal die Woche und an den nicht Krafttagen werde ich lange Läufe machen.
Dann beginnt schon die Saison beim FFC Vorderland. Wie der Plan hier ausschaut weiß ich noch nicht.

MeXXoo: Welche Ziele hast du dir persönlich für die Saison 2016/17 gesetzt?
Petra: Ich möchte mich auf jeden Fall gut im Team integrieren. Persönlich will ich natürlich die Erwartungen vom Verein erfüllen und gute Akzente im Spiel setzten. Auch verletzungsfrei zu bleiben ist mir sehr wichtig.

MeXXoo: Wie und wo siehst du dich in 5 Jahren? Sowohl beruflich, privat und auch fußballerisch?
Petra: Puh, schwierige Frage... Beruflich möchte ich den Bilanzbuchhalter machen, ob dass aber in den nächsten 5 Jahren passiert weiß ich noch nicht. smile
Fußballerisch werde ich in 5 Jahren eher schon an der Seitenlinie die Trainerin sein, wo auch immer.
Privat... naja in 5 Jahren bin ich fast 30 Jahre, natürlich denkt man da schon daran eine Familie zu gründen.
Aber es kann ja immer alles anders kommen, als man vorhat.

MeXXoo: Gibt es Dinge, auf die du verzichten musst, zugunsten des Fußballs? Welche sind das?
Petra: Klar. Jeder Leistungssportler oder auch Hobbysportler kennt das. Anstatt mit Freunden nach der Schule shoppen zu gehen oder mal nach der Arbeit mit den Kollegen einen Kaffeetrinken gehen ist nicht drinnen, weil man aufs Training geht. Anstatt auszuschlafen gehe ich oft morgens in Fitnessstudio, oder eine Runde laufen, weil man sonst auch keine Zeit dafür hat. Aber wie sagt man so schön : "Ohne Fleiß, kein Preis"
Dieses Jahr in Duisbrug kam ja auch noch dazu, dass ich aufgrund der Distanz einfach mega viel verpasst habe. Geburtstage von Freunden und Familie und mein erstes Ostern ohne Familie war auch nicht ganz einfach für mich.

MeXXoo: Gibt es eine/n Fußballer/in die du gerne mal persönlich kennenlernen möchtest?
Petra: Ja, Thomas Müller.

MeXXoo: Was wäre die erste Frage, die du stellen würdest?
Petra: Bekommst du manchmal ärger vom Trainer, wenn du kasperlst beim Training?!

MeXXoo: Was war das Peinlichste was dir je bei einem Spiel passiert ist?
Petra: Eine Gegenspielerin hat mir statt am Trikot zu ziehen, an der Hose gezogen und ich stand plötzlich in Unterhose da. embarassed Haha - seitdem Tag spiel ich nur noch mit einer Radler drunter. tongue-out

MeXXoo: Wie baust du dich nach einem verlorenen Match wieder auf?
Petra: Ich analysiere das Spiel. Aber nicht nur die negativen Sachen, sondern versuche mir auch was positives rauszunehmen. Dann wird das Spiel abgehakt und ich konzentriere mich aufs Training und auf das nächste Spiel.

MeXXoo: Was waren deine schlimmsten Verletzungen, die du dir zugezogen hast?
Petra: Jede Verletzung ist für einen Sportler schlimm, auch wenn es nur kurze Pausen bedeuten ist es immer ein Schritt zurück. Ich hatte bis jetzt leider Pech mit Verletzungen und fiel immer etwas länger aus.
Meine Meniskusnaht zählt zu einen der zähen Verletzungen. Ich hatte ja schon Kreuzband aber Meniskusnaht fand ich schlimmer. Ich hatte mir am rechten Knie den Meniskus gerissen. War dann operieren und die haben den genäht... 6 Wochen keine Belastung und 6 Monate Pause vom Fußball. Aber irgendwas war im Knie nicht in Ordnung und beim ersten Training ist der Meniskus wieder gerissen. Diesmal wendete ich mich an einen Spezialisten für Fußballer , Dr. Christoph Resinger, der den Meniskus zuerst entfernen wollte, was sich bei der OP dann aber als unmöglich herausstellte - das hätte das Ende meiner Fußballkarriere bedeutet. Also nähte er den Meniskus nocheinmal. Nochmal 6 Monate Pause, nochmal aufbauen, nochmal durchbeißen. Aber diesmal hat es gut funktioniert. Reha ist super gelaufen und bald durfte ich wieder trainieren und schlussendlich auch wieder spielen.

MeXXoo: Hast du in einer bestimmten Situation schon einmal ans aufhören gedacht?
Petra: Ja, nach jeder Verletzung denkt man ans Aufhören, ans Aufgeben. Aber am schlimmsten war mein zweiter Kreuzbandriss, diesmal auf der anderen Seite. Kaum habe ich mich vom Meniskusdilemma erholt, ist mir im Spiel das Kreuzband gerissen. Da war der Moment da, wo alle meinten: "warum hörst du denn nicht einfach auf..." Und die Frage stellte ich mir auch. Meine Familie unterstütze mich... egal wie ich mich entschieden hätte. Für meine Physio's war aber klar, operieren und dann aufbauen und dann wird das schon.
Das hat mir auch die Kraft gegeben mich wieder aufzurichten und weiterzumachen.

Auch hier möchte ich die Möglichkeit nutzen, mich bei Julia Habitzl, Stefan Podar und Christoph Pomper für die jahrelange Unterstützung zu bedanken.

MeXXoo: Bist du eine „Rache“-Spielerin? (Foul um Foul)
Petra: Nein, Foul um Foul ist nicht meines, aber wer austeilen kann muss einstecken auch können. wink

MeXXoo: Hast du schon mal die rote Karte gesehen?
Petra: Nein, rein rot habe ich noch nie gesehen.

MeXXoo: Wie viele gelbe Karten hast du bisher schon bekommen? (Zirka)
Petra: Viele... schwer zu zählen... Die meisten wegen Schiedsrichterkritik.

MeXXoo: Wie lange möchtest du noch Fußball spielen? Und was kommt danach?
Petra: Ich möchte noch so 3 Jahre spielen, das wichtigste dabei ist verletzungsfrei zu bleiben. Danach habe ich vor als Trainerin mein Wissen und meine Spielphilosophie weiterzugeben. Am liebsten natürlich im Profibereich, dass das schwer wird ist mir klar.

MeXXoo: Was denkst du, wie hat sich der Frauenfußball in den letzten Jahren in Österreich entwickelt?
Petra: Ich glaube der österreichische Fußball hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, aber uns fehlt noch einiges wenn man z.B. nach Deutschland schaut.

MeXXoo: Hat sich die Situation in Puncto Medien auch verbessert oder liegen wir da noch in der Steinzeit?
Petra: Da liegen wir noch weit hinten.... Es wird aber besser, zumindest werden EM-Qualifikationsspiele der Frauen übertragen. Das ist ja schon mal ein Fortschritt.

Zum Abschluss gibt es die beliebte FAQ (Frequently Asked Questions) - Rubrik. Ein kurzes Frage - Antwortspiel zum privaten Leben einer Fußballerin.

MeXXoo: Was sagen deine Freunde dazu, dass du Fußball spielst?
Petra: Da ich die meisten Freunde ja über Fußball oder durch andere Sportarten kenne ist das nichts Besonderes. Ab und zu, wenn man neue Leute kennen lernt wird doof geguckt, aber für die meisten ist das ganz normal.

MeXXoo: Würdest du manchmal lieber auf Partys gehen anstatt zu trainieren?
Petra: Nein, zuerst die Arbeit dann das Vergnügen. Es spricht ja auch nichts dagegen Freitagabend nach dem Training noch auszugehen. smile

MeXXoo: Was steht vor einem wichtigen Match auf deinem Speiseplan?
Petra: Eigentlich ganz verschieden, Hauptsache 3 Std. vor dem Aufwärmen noch was vernünftiges Essen. Kurz vor dem Spiel noch ne Banane oder ein Müsliriegel.

MeXXoo: Was ist dein Lieblingsgericht?
Petra: Ich esse am liebsten Richard vom Papa... der macht dann immer eine riesen Portion, so dass ich mich noch paar Tage von ernähren kann. tongue-out

MeXXoo: Welches dein Lieblingsgetränk?
Petra: Apfelsaft

MeXXoo: Was ist deine Lieblingsmusik/Interpret?
Petra: Ich höre eigentlich so alles quer durch, ob das jetzt Helene Fischer, Sido oder Marc Forster ist...

MeXXoo: Was machst du in deiner Freizeit (Hobbys)?
Petra: Sport... haha... na Spaß bei Seite... ich gehe gerne Volleyballspielen oder auch mal Radfahren oder laufen... kann aber auch schon mal passieren das ich mit einem gutem Buch in der Sonne chille oder auch mal mit Freunden shoppen gehe.

MeXXoo: Was ziehst du in deiner Freizeit am liebsten an?
Petra: Jogginghose... tongue-out

MeXXoo: Wo war dein letzter Urlaub?
Petra: Kroatien mit der Familie.

MeXXoo: Für was hast du zuletzt eine größere Summe Geld ausgegeben?
Petra: Für mein Auto. tongue-out

MeXXoo: Zickig oder Liebenswert?
Petra: Liebenswert

MeXXoo: Wie würdest du deinen Charakter beschreiben?
Petra: Ich bin ein ganz offener Mensch wenn ich denn die Leute schon etwas kennen gelernt habe. Sonst bin ich eher zurückhaltend.

MeXXoo: Schokolade oder Obst?
Petra: Beides tongue-out

MeXXoo: Smartphone oder IPhone?
Petra: IPhone

MeXXoo: Welchen Traum willst du dir einmal erfüllen?
Petra: Ich möchte unbedingt mal nach Afrika reisen und mir da alles anschauen... nicht so die Touristenmasche sondern das Leben dort kennen lernen...

MeXXoo: Wovor hast du am meisten Angst?
Petra: Dass ich am Ende meines Lebens da stehe und mir denke, ach hättest du das Mal gemacht, hättest du dich das Mal getraut.. und das Gefühl habe viel verpasst zu haben..

MeXXoo: Dein Lebensmotto lautet?
Petra: "Das Leben ist immer genauso, wie man es sieht."

MeXXoo: Welchen Tipp würdest du jungen Mädchen mit auf den Weg geben, die auch gerne Fußballerin werden wollen?
Petra: Lasst euch ja nicht unterkriegen, wenn euch was Spaß macht, egal was, dann macht das auch! Und vergesst nie Spaß zu haben!

MeXXoo: Wenn du zurückblickst, würdest du selbst auch wieder Fußballerin werden wollen oder eher eine andere Sportart aussuchen?
Petra: Klingt jetzt bissl doof, aber ich würde alles genau so machen... ich würde dieselben Entscheidungen treffen, dieselben Verletzungen haben, die gleichen Leute treffen, denn das alles macht mich zu der Person die ich heute bin.

 

Fotos: Privat, MSV Duisburg

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