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Samstag, 03 April 2021 10:46

Meilenstein für den Frauenfußball in England

Kein weiteres Land investiert in den Frauenfußball derzeit mehr als England.

Bis vor zwei, drei Jahren war die USA Maß aller Dinge, was die Förderungen und Trainingsbedingungen für junge Spielerinnen angeht.
In Europa hatte man gute Chancen in einem Top-Club aufgenommen zu werden, wenn man in den USA gespielt hat.
Inzwischen hat sich neben der französischen Fußball-Macht auch die Englische dazugesellt und investiert Millionen in den Frauenfußball.

Seit 2020 investiert der englische Fußballverband knapp 8 Millionen Euro in die Frauenliga.
Jetzt springen zwei große TV-Sender ebenfalls in das Geschehen ein.
Die BBC und Sky Sport haben mit der Super League einen lukrativen Deal über drei Jahre abgeschlossen.
Allein der Vertrag mit Sky Sport soll umgerechnet etwa 11,6 Mio. Euro betragen.

Sky Sport will ab der Saison 2021/22 44 Spiele übertragen, die BBC bis zu 22.
Ein Großteil soll jeweils auf den Hauptkanälen der Sender gezeigt werden und dem Frauenfußball damit eine wesentlich größere Aufmerksamkeit bescheren.

Schon im Frühjahr 2020 schloss das Finanzunternehmen Barclays einen Drei-Jahresvertrag für das Namenssponsoring der Liga ab.
Mit zwei weiteren großen Investoren wird derzeit noch verhandelt.
Sollte der Deal gelingen ist Englands Frauenfußball eine der stärksten finanziellen Ligen in Europa (ohne einzelner Vereinssponsoren).

Kein Wunder also, dass viele junge Spielerinnen den Weg statt in die USA, nach England suchen, wo sie neben perfekter Trainingsbedingungen auch finanziell gut unterstützt werden.
Auch internationale Top-Spielerinnen, wie zum Beispiel Pernille Harder, Sam Kerr, Melanie Leupolz, Rose Lavelle, Leonie Maier, Vivianne Miedema sowie Österreichs Legionärinnen, Manuela Zinsberger oder Viki Schnaderbeck sind in der englischen Liga bereits vertreten.


Noch eine Zahl gefällig?
Der Top-Verein im europäischen Frauenfußball bleibt nach wie vor Olympique Lyon, mit einem Jahresbudget von etwas mehr als 80 Mio. Euro.
Das wird sich in naher Zukunft auch nicht so schnell ändern.

Publiziert in Allgemein

Das ÖFB Frauen-Nationalteam macht den nächsten Schritt in Richtung EM 2017 in den Niederlanden.
Die Auswahl von Dominik Thalhammer präsentierte sich auswärts in Norwegen stark und holte gegen die Vize-Europameisterinnen ein 2:2-Remis.
Das bedeutet einen wichtigen Punkt im Kampf um ein direktes EM-Ticket.

"Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden, das ist ein wichtiger Punkt für uns. Ich glaube, dass wir heute wie im Heimspiel in Steyr mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar eine Spur besser waren und die besseren Torchancen hatten.
Es war eine fantastische und großartige Leistung der Spielerinnen. So, wie wir bei diesen Temperaturen gegen den Ball gespielt haben, den Rückstand weggesteckt haben und in den letzten 15 Minuten Moral gezeigt haben, war das Unentschieden mehr als verdient.
Jetzt brauchen wir eine perfekte Vorbereitung auf Israel am Montag. Das Spiel ist extrem wichtig. Wir werden alles abrufen müssen, um die drei Punkte zu holen, die uns vielleicht Richtung EURO bringen", so die ersten Worte von Teamchef Dominik Thalhammer.

In der 13. Minuten nutzte Nina Burger einen Abwehrfehler von Nora Holstad Berge eiskalt aus und verwertete zum 1:0.
Zehn Minuten später feuerte Norwegens Kapitänin einen Schuss aus über 20 Metern ab und bezwang ÖFB-Schlussfrau Manuela Zinsberger zum 1:1 für die Gastgeberinnen.
Carina Wenninger konnte die beste Chance der Österreicherinnen auf die erneute Führung nach einem verlängerten Corner nicht im Tor unterbringen.
Verena Aschauer scheiterte vor der Pause mit einem wuchtigen Schuss aus der Ferne an Keeperin Hjelmseth.

Isabell Herlovsen brachte die Gastgeberinnen in der 56. Minute per Kopf in Führung.
Die Österreicherinnen attackierten weiter früh und verzeichneten viele Ballgewinne, waren im Angriffsdrittel aber zu wenig zwingend.
Nina Burger verzeichnete eine Riesenmöglichkeit auf den Ausgleich, ihr Schuss aus 12 Metern ging jedoch über das Tor.
In der 85. Minute erlöste Laura Feiersinger ihr Team mit dem Treffer zum 2:2.

In der Tabelle liegt Österreich nun mit 13 Zählern aus sechs Spielen punktegleich mit Norwegen, das ein Spiel weniger bestritten hat, an der Tabellenspitze.
Die acht Gruppensiegerinnen und die sechs besten Zweitplatzierten qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2017 in den Niederlanden.
Die beiden weiteren Gruppenzweiten duellieren sich im Play-off um den letzten Startplatz.

Am Montag (6. Juni) trifft die ÖFB-Auswahl nun auf Israel, das am Donnerstag Kasachstan 0:1 unterlag.
Die Partie wird um 19 Uhr in Horn angepfiffen, ORF Sport + überträgt live.

 

Quelle und Foto: ÖFB

Publiziert in ÖFB Frauen Nationalteam
Mittwoch, 12 März 2014 22:19

Österreich holt Platz 11 beim AlgarveCup

Die ÖFB-Elf von Dominik Thalhammer siegt im Spiel um Platz 11 gegen Gastgeber Portugal mit 2:1 und hat somit im AlgarveCup eine starke Vorstellung geliefert.

Das Team präsentierte sich in körperlich hervorragender Verfassung und agierte äußerst zweikampfstark.
Nadine Prohaska (siehe auch Foto) brachte Österreich schnell in Führung (3.), kurz später hatte Nina Burger die Chance auf ihr Tor Nummer 32 im ÖFB-Teamdress.
Sarah Zadrazil machte die Überlegenheit zu diesem Zeitpunkt auch im Ergebnis deutlich und stellte in der 27. Minute auf 2:0.

Nach Seitenwechsel gestaltete sich das Spiel ausgeglichener.
Nina Burger konnte aus sieben Metern den Ball nicht im Tor unterbringen, im Gegenzug verzog Portugal Kapitänin Claudia Neto einen Elfmeter über das Tor.
Einen guten Rückhalt im Tor bietete Manuela Zinsberger.

Dominik Thalhammer zieht eine sportlich positive Bilanz: "Wir haben vor allem in Hälfte eins eine starke und taktisch disziplinierte Leistung abgeliefert.
In der Folge haben wir es verabsäumt, die entscheidenden Tore zu machen.
Durch den Anschlusstreffer ist es noch einmal eng geworden."

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings.
Laura Feiersinger hat sich bei einem Zweikampf einen Bruch des rechten Schien- und Wadenbeins zugezogen.
Die Verantwortlichen von Feiersingers Klub FC Bayern München und des ÖFB haben gemeinsam mit der Familie der Spielerin die Entscheidung getroffen, dass sich die 20-Jährige am Mittwochabend vor Ort einem operativen Eingriff unterziehen wird.
Damit fehlt die offensive Mittelfeldspielerin definitiv in den nächsten beiden WM-Qualifikationsspielen des Frauen-Nationalteams auswärts gegen Bulgarien am 5. April 2014 sowie Frankreich am 9. April 2014.

Wir wünschen Laura Feiersinger jedenfalls eine baldige Besserung!

Publiziert in ÖFB Frauen Nationalteam